Sechste Woche, 15.02/ erster Beitrag

Hallo ihr Lieben,

vom Hope Center gibt es wieder nichts zu erzählen, außer dass wir Montag anfangen wollen, das Beachvolleyballfeld zu machen und die Arbeiter wieder kommen wollen. Aber vielleicht müssen wir warten, bis es mehr regnet, dann ist die Erde lockerer und es lässt sich besser ausheben..Müssen ja ne große Fläche ausgraben, wo dann erst Steine und dann Sand darauf verteilt werden. Scovia hat seit gestern Malaria und ist im Krankenhaus, d.h eine Arbeiterin weniger 😦 Sie wird aber in 2-3 Tagen wieder gesund sein.

Schule macht immer noch Spaß und ist immer noch anstregend. Aber ich mag meine Klasse sehr, muss aber auch oft schimpfen, weil ich so kleine freche Mädels habe, wie ich es einmal war. Manchmal giggle ich mit und manchmal motz ich sie an und eine muss raus oder so 😉

Donnerstag war ich Vormittags in der Primary und Nachmittags an der Secondary. Diesmal habe ich im Deutschunterricht angefangen, die Artikel zu erklären. Dass sie Begleiter von Substantiven sind und deren grammatisches Geschlecht kennzeichen, dass sie flektiert und dekliniert werden können- Heidenei ist das schwer. Ich kann es nicht erklären. Habe viele Bsp. gegeben. Nach dem Deutschunterricht habe ich versucht eine Sportstunde zu geben. Aber viele müssen dann Wasser holen gehen, was 20 Minuten dauert. Dann habe ich mit paar Mädels versucht uns aufzuwärmen und wir wollten fünf Minuten Joggen gehen. Nach zwei Minuten war niemand mehr hinter mir, ich joggte alleine.. Dann dehnten wir uns, klappt auch nicht gut. Bei den einfachsten Dehnübungen für die Beine versagten schon alle. Sie standen nicht richtig (Füße müssen ja gerade nach vorne schauen).. Die Jungs machen bei sowas sowieso nicht mit. Naja fing dann mit Ballspielen an, was besser ankam. Die Schüler haben Markierungen für das Volleyballfeld mit Asche gemacht und ich konnte sofort sehen, dass eine Seite um einiges kleiner war als die andere. Spielten trotzdem paar runden, eher freestyle, nur zum üben- ohne Regeln.

Freitag ist Vormittags für alle zusammen Religionsunterricht an der Primary. Die Kinder freuen sich immer riesig, holen ihre Bänke raus und schreien aufgeregt rum. Lehrerin Moreen singt, klatscht und tanzt vor, die Kinder machen es nach. Ein paar kleine Zwerge, haben richtig coole Moves drauf und grinsen mich an. Wirklich entzückend Nachmittags bin ich wieder zur Secondary. Von der Secondary zurück nach Kalagi sind es ca. 5 Km die wir dann immer laufen. Brauche mit Scovia so eine Stunde, weil sie so lahm ist ;D Bis ich dann Zuhause bin, ist es 19:00/19:30 und ich bin total k.o. Wenn wir früher ankommen, gehe ich noch joggen, weil es abends immer sehr schön auf dem Berg ist und ich mir das nicht entgehen lassen will.

Samstag wollten Scovia und ich eigenltich nach Kampala fahren, dort eine Schwester von ihr besuchen, nachts feiern gehen und Sonntag zum Equator Sign in Kampala. Wurde nichts draus, weil Scovia erkrankte. Also chillte ich vormittags mit Abel, machte meinen Englischtext (für Interessiert aus Amerika und England, wegen Spenden etc.) und ging Mittags zum Pool. Ich lernte den Poolboy kennen. Ne echte Sportkanone in allem und wie ich später von ihm erfuhr noch ein Sänger und Künstler (Design)- also allgemeinbegabt was er mir damit bescheiden zu verstehen gab. Auf dem Weg zu mir, wollte er so drei Mädels irgendwas fragen. Diese waren aber am beten, was er zu spät sah. Ich musste lachen und er dann auch, als er sah, dass ich es mitbekommen hatte. Ich habe die Mädels schon seit 10 Minuten beobachtet. Die saßen mit gesenkten Köpfen und geschlossen Augen eng zusammen, fassten sich an und murmelten. Ich habe mittlerweile gecheckt, dass dieser Ort hier sehr religiös ist und die meisten Weißen mit irgendeiner christlichen Organsiation sind oder auf einer christlichen Mission ;P Letzten Sonntag kam ich gerade an, als sich mehrere Weiße im Pool taufen ließen und alle anderen heilig sangen. Könnte mir einen schöneren Ort vorstellen um getauft und geheiligt zu werden als im dreckigen, drittklassigem Pool Am Abend lernte ich eine Gruppe netter Mädels kennen. Die machen hier (African Village, Vision Africa) Freiwilligenarbeit, also mit einer christlichen Organistion. Ich fragte sie, ob sie eine Idee hätten, was ich am Sonntag machen kann, was nicht viel Geld kostet. Sie luden mich ein, mit ihnen zu einer Kirche zu gehen (Watoto Church). Diese Kirche habe ich schon einmal gesehen. Sie liegt auf dem Weg nach Kampala- Ein großes Zelt. Ich meinte, ja gerne, wenn ich heute nacht nicht zu lange feiern gehe .

Isaac, Abel und ich waren bis 2:30 Uhr morgens feiern. Also nicht wirklich feiern, wir waren auf einem Konzert. Hier sind viele schlechte, junge Künstler aufgetreten. Voll die Clowns. Wenn bei uns jemand so angezogen auf die Bühne geht, ist Fasching! Manche waren grottenschlecht. Die Hintergrundmusik war auch bei fast jedem „Künstler“ gleich. So Uganda- Reaggy-style. Es ist einfach drauf zu tanzen, aber nicht sehr abwechslungsreich. Einmal habe ich einen Künstler für eine Frau gehalten. Kostüm, Stimme, Tanzstyle- das war kein Mann! Doch später unterhielt ich mich mit Isaac und es kam raus, es ist ein Mann der sein Teil die ganze Zeit schwingt und dreht ;D. Später zog er sein Jacket aus und ein heißes, eng anliegendes schwarzes Negligee kam zum Vorschein-keine Brüste-jetzt konnte ich es erst glauben. Immer wieder kamen Leute auf die Bühne und gaben den Künstlern Geld, wenn sie sie gut fanden. Ein paar betrunkene notgeile Frauen kamen ab und zu auf die Bühne und tanzten die Sänger an. War schon sehr lustig. Später gingen Isaac und ich tanzen, weil ich sonst in meinem Stuhl eingeschlafen wäre. Für Abel (der übrigens nur mit konnte, weil ich zahlte) war es sehr interessant, die Künstler live zu erleben, die er den ganzen Tag im Fernsehen sieht. Er wollte auch nicht gehen. Die letzte Künstlerin war übrigens sehr gut-schöne Stimme-abwechslungsreiche Hintergrundmusik etc. Dann konnten wir endlich gehen ;))

Hier paar Uganda Songs, welche von den besseren 😛

Primary

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Secondary

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War heute in Kampala im Uganda Museum. Es hat heute geregnet, deswegen konnte ich nichts spannenderes machen. War ganz interessant, aber kein besonders großes, gepflegtes Museum wie ich es mir vorgestellt habe. War der zweite Gast heute.. Ich habe mir 45 Minuten lang alles angeschaut, konnte mich aber nicht dazu bewegen die ganze Geschichte in englisch durchzulesen. Habe angefangen, aber gemerkt wie ich weggeträume. Weis jetzt auch nicht mehr als davor, wie dass Uganda von den Briten kolonisiert wurde Ich fand die alten Speere etc. interessant und Konstruktionen von den alten Zeiten, wie die Menschen hier gelebt haben. Auf dem Rückweg hats wieder rrruummms gemacht. Unser Taxifahrer ist soft gegen die rechte Tür eines anderen Autos gebummst. Gab dann riesen Diskussion-dauerte mir zu lange, ich stieg in ein anderes Taxi und hatte eine sehr angenehme Fahrt auf einem der Vordersitze und ohne großen Stau. Vielen Dank für den rumsdibums erster Taxifahrer!

P.S: weil es heute so beschissen geregnet hat, können wir morgen bestimmt gut anfangen auszuheben- also die anderen- ich bin ja als teacher bussy :))

Tschüss, bis Mittwoch,

eure Charlotte

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