Hannah

Guten Abend allerseits 🙂

Scovia, war heute mit Hannah und ihrer Mutter beim Arzt…es wurde ein allgemeiner Checkup durchgeführt…Hannah war seid ihrer Geburt nicht mehr bei einem Arzt. Dank eurer Spenden, konnte sie nun endlich mal so richtig unter die Lupe genommen werden!

Scovia berichtet:

Today we have took Hannah to the hospital to check on her health, and this is what the doctor
Has told us me and hannah’s mother.
Hannah needs special care for to grow well. He has mentioned many things as it follows below
• She needs love from both parents.
• She needs a hut on the head whenever she goes in the sun.
• She has to stay away from direct sun shine. If not so she will get skin cancer.
• If she can get sun screen that can be better for her.
• And if she starts school, we have to take her back to the hospital to get glasses which will help her in learning and seeing every thing.
• She needs a lot of fruits and vegetables every day to help her eyes see better.
The doctor has also told us show her love and to let her know that we are same only that for her it is the skin that is white but we are the same and you should do every thing that we can do too you a notdifferent from us. And she should grow knowing that.

Auf den Fotos könnt ihr Hannah beim Arzt sehen und ihre Hühner und die fertigen Fenster bewundern, die ihr unter anderem gespendet habt! 😉

Liebe Grüße,

Sophia& Charlotte

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Bericht von den letzten zwei Wochen in Uganda

Seitdem klar ist, dass ich früher zurück nach Deutschland fliege, haben Sophia und ich viel unternommen. Wir waren an den Schulen tätig, ich wollte soviel Zeit wie möglich mit meinen Schülern verbringen, gleichzeitig aber auch noch andere Dinge unternehmen und soviel von Uganda sehen wie ich eben konnte. Wir sind also früh aufgestanden und spät ins Bett gekrochen. Das haben wir zwei Wochen durchgehalten, bis ich so übermüdet war, wie noch nie in meinem Leben. An meinem letzten Tag an der Schule haben Sophia und Abel den ganzen Vormittag 100 Chapats für die ganze Schule gemacht. Die Kinder haben sich so gefreut mal was anderes als Posho und Bohnen zu bekommen und haben sich immer wieder bedankt.

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An dem Morgen, an dem wir uns mit Isaac nach Fort Portal aufmachten, ging bei mir eigentlich gar nichts mehr. Im Taxi nach Kampala merkte ich, dass meine Mandeln geschwollen waren. Von Kampala nahmen wir einen Bus (Firma „Link“) nach Fort Portal (Osten Ugandas). Der Bus war schon voll, es dauerte trotzdem eine halbe Ewigkeit bis er losfuhr. Wir hielten noch an 3-4 Tankstellen in Kampala und es schien, als würden alle Vorbereitungen wie Tanken, Öl checken etc. erst jetzt gemacht werden. Bis wir dann endlich wirklich losfuhren, waren zwei Stunden verstrichen. Unsere Mitfahrer regten sich auf und fragten was das soll, blieben aber an sich ruhig und friedlich. Meine Sitznachbarin, wir hatten uns schon ausführlich ausgetauscht, sie weiß mittlerweile alles über mich und ich über sie, meinte, dass die Fahrgäste auf meiner Busfahrt nach Nairobi nicht so entspannt reagieren würden- die hätten den Busfahrer o. andere Mitarbeiter der Busgesellschaft schon längst geschlagen 😀 Ich meinte nur, dass ich gerade nicht viel einzuwenden hätte, würde jemand- egal wie- dafür sorgen, dass der scheiß Bus losfährt 😀 Die Busfahrt war sehr lange und ich wurde immer schwächer. Wir besuchten einen Freund, Yoweri Balibethai von Isaac, der auch einige soziale Projekte in dem Dorf Rubona, mit 400 Einwohnern, durchführt. Plan war, diese Projekte anzuschauen und zu überlegen, ob Isaac mit Ihnen zusammen arbeitet bzw. Sponsoren für die Organisation organisieren kann. Angekommen, hatte ich mir erhofft mich gleich in ein Bett zu legen und nichts mehr zu machen. Aber nein, wir gingen ernsthaft erst in sein Büro und er fing an zu erzählen- nach fünf Minuten fing ich an zu heulen :D. Das war mir sehr unangenehm, Isaac war auch überrumpelt. Mein Bett wurde schnellstmöglich bezogen und ich hinein befördert 😛 Sophia und Isaac schauten sich das Dorf, die Umgebung und die Projekte an. Yoweri Balibethai, ist der Direktor dieser Organisation und ich habe ihm versprochen, über seine Arbeit zu berichten. Er wünscht sich für die Zukunft auch Volunteers. Da ich krank war, habe ich keine Projekte gesehen, weiß aber von Sophia, dass sie eine Schreinerei haben, Männer zu Mechanikern ausbilden, Handarbeiten herstellen, Näherinnen ausbilden und eine Schule haben. Yoweri hat mir eine Email geschrieben mit einigen Informationen:

Dear: charlotte Campbell. Greetings from my wife sedress, son mumbere and sister milly. You left Bughumba Butyoka Women Group to Queen Elizabeth National Park when you are sick I hope now you are fine and you reached safely. I am pleased to write and introduce Bughumba Butyoka Women`s Group to you, Bugahumba Women`s Group is a local nongovernmental organization concerned with social and economic progress of rural population. it has a vision or programm of action for women ,children, youth, vulnerable people, HIV?AIDS and gender issue and poverty eradication action plan. Under Bughumba Butyoka Women`s Group objectives. The programmes are;

  1. Basic Education (Non and informal vocational skills).
  2. Sustained Development projects (livelihood and food security).
  3. Child Development (orphans and vulnerable children).
  4. HIV/AIDS prevention and migration.

Please charlotte, find detailed information in attached Bughumba Butyoka Women`s Group profile.

J would like you to be my friend who I should share with ideas and cooperate.

May our lord God bless your service.

Regard

Muhindo .Y. Bayirebati.

Director

Bughumba Butyoka Women`s Group.

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Sugar Cane:

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Am nächsten Tag ging es mir nicht viel besser. Wir entschieden uns in die nächste Stadt zu fahren, dort einen Arzt aufzusuchen, mir Medizin zu kaufen um mich auf Vordermann zu kriegen und dann zum Queen Elisabeth National Park zu gehen. Schlussendlich waren wir bei keinem Arzt, aber in einer Apotheke. Wir kauften mir Antibiotikum (war eigentlich strickt dagegen, wurde aber überredet und hatte keine andere Wahl) und noch zwei andere Pillen. Wir hatten Glück im Unglück- wir fanden kein Taxi welches zum QNP fuhr, also mieteten wir uns ein Auto mit Fahrer. Für mich war es das Beste, was mir passieren konnte. Am Park angekommen, wären wir ohne Auto auch ziemlich verloren gewesen. Dort kommt man nur mit dem Auto von A nach B. Ich wusste das eigentlich auch, ich habe aber nicht geschaltet (war krank und auf Drugs) und mich ehrlich gesagt auf Isaac verlassen. Aber er entpuppte sich als ein wenig verplant -was mir eigentlich sympathisch ist, nur nicht an diesem Tag- und er hatte die ganze Zeit große Entscheidungsschwierigkeiten. Das hatte zur Folge, dass wir viel rumstanden, warteten diskutierten o. nichts taten-sehr anstrengend in meinem Zustand 😛 Wir machten eine überteuerte zweistündige Bootsfahrt. Ich kann mich nicht entscheiden ob sie einfach ultra langweilig war, oder sehr entspannt… Ich hing aber eh die meiste Zeit rum, am Ende lag ich oben auf dem Deck am Boden..Wir sahen Buffalos und Nilpferde die am Wasser relaxten, Vögel, ein kleines Krokodil, Elefanten und ein wunderschönes Fischerdorf. In einem Fischerdorf, abgelegen von allem- würde ich gerne leben wollen (es müssten aber meine wichtigsten Menschen mitkommen).

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Wir nahmen uns die billigste Unterkunft, die aber sehr in Ordnung war! Abends bin ich nach dem Essen alleine zurück um mich schlafen zu legen. Es erwarteten mich mind. fünf Elefanten in unserem Garten. Ich schlich zu meiner Tür, diese wollte nicht aufgehen. Dann kam eine Elefantenmutter mit Kind auf mich zu. Ich hörte sofort auf an meiner Tür rumzufummeln und stand still. Sie bog kurz vor mir rechts ab, Richtung Toilettenhäuschen- ich traute mich nicht mehr auf die Toilette! Ich stand noch ein bisschen verdattert vor meinem Zimmer und beobachtete die anderen Elefanten und hielt Ausschau nach einem Löwen, weil es die ganze Zeit so verdächtig brummte und schnaufte- man soll nachts auch nicht raus, da man von einem Löwen überrascht werden kann.. Wie ich so allein da stand kam ein Mitarbeiter auf mich zu, sah aus wie einer von den Guide’s und fragte mich ob ich Ok sei. Ich bejahte und berichtete ihm. Er fragte mich ob er mit mir komme soll, damit ich die Elefantenmutter mit Baby nochmal sehen kann. Ich hatte eigentlich genug, sagte aber ja. Elefantenmutter und Kind waren im Busch verschwunden, man hörte nur noch Geraschel. Ich machte mich auf den Rückweg, der Guide fing an mich zehnmal rechts-links-rechts-links zu umarmen, stoppte am ende in der Mitte und meinte „I love you“, machte einen Knutschmund und zog mich an sich. Ich riss mich los und machte mich schnell vom Acker. Da kam mir ein Elefant entgegen, der Typ schreit mir noch hinterher: “ELEFANT!“. Der Elefant hat sich mit voller Wucht umgedreht und rannte davon- fast gegen unser Auto (unser Fahrer hat es später noch weggefahren, als es ihm zu „Elefantig“ wurde). Am nächsten Morgen standen wir um 6 Uhr auf, um möglichst viele Tiere zu sehen, da sie morgens alle zum Wasser gehen und trinken. Wir fuhren einem Reisebus hinterher, da wir keinen Guide hatten und somit keine Ahnung wo die Tiere sich um diese Zeit aufhalten würden. Es hieß, der Reisebus würde die Löwen aufsuchen- wir waren davon begeistert- sahen dann aber Keine. Wir sahen sehr viele schöne Gazellen grasen und Elefanten die vor uns die Straße überquerten, sodass wir dann anhalten mussten. Das erste Mal stiegen wir begeistert, bewaffnet mit Kameras und Handys aus dem Auto aus und gingen auf die Elefanten zu. Es waren bestimmt 10-15 Tiere und viele süße Jungtiere. Der letzte Elefant, machte eine plötzliche Bewegung auf uns zu, wir rannten erschrocken und panisch zurück ins Auto. Unser Fahrer fuhr schon rückwärts und schrie „get in the car, get in the car!“ und wir sprangen ins fahrende Auto und lachten uns kaputt, als uns klar wurde, dass der Elefant nicht weiter vor hatte uns zu verfolgen und zu töten :D. Wir verbrachten eine Nacht in Fort Portal und machten uns am nächsten Morgen auf den Rückweg. Zuhause angekommen, sprang mir Jonathan (mein kleiner) in die Arme und kam wie selbstverständlich wieder mit zu uns. Kurz darauf waren wieder die Nachbarskinder bei uns und wir haben zusammen, wie so oft, im Hof getanzt. Samstag veranstaltete Isaac einen Informationstag mit anschließenden Health-Care Workshops für alle Bewohner, vorwiegend für die Schüler der Secondary, von Kasala im Hope Center. Zu Beginn versammelten sich die Creme de la Creme in Isaacs Büro: Chairman (Dorfvorsitzender), Bürgermeister des Districts, ein Vertreter des Königs und zwei Frauen aus dem Vorstand der Frauengruppe. Isaac stellte ihnen den 10-Jahresplan seiner Organisation vor. Das Dorf und der Vorstand des Dorfes müssen ja am Ende mit allem einverstanden sein und über die Projekte und über deren Entwicklung und Durchführung informiert werden.

Introduction to Beacon of Hope Uganda 2013-2023 Development Plan:

Beacon of Hope Uganda is a Ugandan based gap-year, volunteer, cross-cultural exchange, and humanitarian and rural development organization. Beacon of Hope Uganda designs and conducts programs which contribute to the welfare and social productivity of disadvantaged individuals and communities with an emphasis on children and youth. BoHU addresses some of the most pervasive problems in rural Uganda, including HIV/AIDS, malaria, hunger, education, poverty, access to clean drinking water, and orphaned children. In addition, it focuses on empowering the youth of Uganda empowering them with different skills and leadership training.

BoHU is founded on the principles that our shared values and commonalities as human beings are more important than our individual differences. We therefore operate on a non-political, non-denominational, and non-sectarian basis, welcoming all world citizens to contribute to our work and every Ugandan in need.

Mission:

Providing resources to achieve sustainable development in under-resourced areas through effective community education and the development of projects, creating a self-supporting, self-sustaining community

Vision:

Self-sustaining individuals and communities free from extreme poverty.

The Focus of Programs:

The focus of our programs is on providing resources for sustainable development in under-resourced communities. In order to uplift the youngest of our society however, it is often necessary to first assist adults and overall communities in which they live. Past and/or ongoing projects conducted in the general community include feeding the destitute, outreach, counseling, and assistance to people living with HIV/AIDS and other illnesses which affect their health, life expectancy as well as their social and economical position in society and counseling. Other programs BoHU runs are focusing on giving immediate assistance to individuals who have been raped or defiled and the building of village wells, schools and establishment of health centers. Furthermore BoHU offers assistance with women’s craft groups, and ongoing assistance with an organic community garden and youth skills training enhancing their development, social and economical opportunities.

The Hope Centre for Community Creativity:

Beacon of Hope Uganda designed a project of constructing a social centre for the community of Kaympisi with facilities like a health clinic, youth centre, skills training, child development centre, women enterprising centre, community library, Hope schools, mini-museum and guest house and café.

We are in the beautiful deep greenery of rural Uganda; a small village called Kasala, in the sub-county of Kyampisi… in Mukono district

….but the problems:

  • Difficult access to Medical Care and Education (next possibility lies 25 km away)

  • Poor Nutrition (e.g tackling problems of clean drinking water or sustainable agriculture)

  • Orphans or neglected children with difficult backgrounds (no future perspectives, lack of guaranteed safety)

  • Not enough resources and knowledge for agricultural work

  • Needed support for micro-financing projects (Lack of self-trust and knowledge for becoming independent)

When the Beacon of Hope Uganda opened its doors to the community of Kasaala, Kyampisi sub-county, Mukono District, we talked to the community members about what they thought were the issues that affected their lives and the problems they faced.

Our development philosophy is that the communities need to tackle the problems themselves; we want to give a hand up, not a hand out. Hand ups create self respect; self belief and the results are infectious.

The community identified their hardships as being caused by poor education; lack of farming knowledge; lack of money and access to it; and poor health to which we have added environmental management. These 5 hurdles provide the foundation stones of all our activities and we have projects aimed at targeting aspects of each. We believe that if poverty is to be alleviated, all the problems need to be tackled at once.

Our understanding of ‘Sustainable Development’ is that which focuses on the social, environmental and economic factors that are needed to ensure a development for the existing community that does not affect the ability of future generations to enjoy the same opportunities.

….our vision for this:

We wish to set up a Social Center (“The Hope Center”) in the middle of Kasala village in favor of its inhabitants and surrounding villages – to supply and support them for an independent life step by step. The plan is to construct 5 buildings with different functions:

The Hope Academy” (2 buildings): Nursery- and Primary school should provide Education for up to 450 children during the week. On weekends, it is planned to use the rooms for teachings and community outreaches, such as raising awareness about hygienical problems and diseases, as well as organizing business trainings. Later in future, we also would like to extend the trainings to teaching in practical professions such as joinery, tailoring or hair dressing, to later on include them actively in the life of the Social Center itself.

A Health Clinic: Starting on the bases of a pharmacy that provides medical supplies, we want to develop the clinic up to a medical standard of Level II. This clinic will be able to also serve some of the surrounding villages, taking the number of helped people to around 4600.

Orphanage / Dormitory (2 buildings): The first residence will serve the workers and especially teachers at the Social Center to assure their reliable availability and reducing problems of accessing the Center. The second building will be a safe shelter for orphans / disadvantaged children, who will be supervised by teachers, but especially by so nominated “Mama’s” of the village community.

Administration & Entreprising Block: Will house the offices and all enterprising, development and management units of Beacon of Hope Uganda and The Hope Centre facility

Youth Centre:

  • Youth Enterprising unit (IGIs like poultry farming, piggery projects, vegetable farming, shoe making, soap making, candle making, arts and crafts, solar cookers etc)

  • Youth Development desk (sports, games, talents empowerment, music, dance and drama, youth brass band)

Community Clinic:

  • Health care activities

  • Health education & disease control programs

  • Family planning

  • HIV/AIDS and related diseases control programs

Child Development Center (Hope Schools)

  • Partnership with schools in child development programs

  • Orphans and Vulnerable children support program

  • Sisters schools program

  • Kids Playgrounds

Women Enterprising Centre:

  • Production centre for women (arts and crafts, microfinance, agriculture, business and healthcare)

Community Library:

  • Education resource centre for the community (all books for kids, adults and youths, movies, newspapers, novels, magazines etc)

  • Computerized research centre

Mini-Museum:

  • Tourists attraction and education centre (art pieces, historical pics, and items of Uganda, culture promotion)

Guest House & Café:

  • Accommodation for volunteers and tourists alike

  • Villagers will benefit from volunteers and tourists staying there and sellings goods to them etc.

Das Gespräch fand auf Uganda statt, somit habe ich nicht viel verstanden, aber die Gesten sprachen Bände.. das konnte ich nur als große Begeisterung und Zustimmung deuten. Am Nachmittag gab es ein Sanitär Workshop, in Zusammenarbeitet mit Bughoka Womens Developement Organisation: https://www.facebook.com/SENDSANITARYPRODUCTSTOWOMENSNEEDS?pnref=story

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Samstag Abend waren wir ein letztes Mal feiern. Ben, Peter, Andrew und noch ein Freund kamen zu uns, danach gingen wir in einen Club. Es war ein schöner Abschied, auch wenn ich noch zu kränklich unterwegs war um so zu feiern wie ich es gerne getan hätte 😉 Wir sind gegen 2:30 schon Nachhause. Am nächsten Tag habe ich angefangen zu packen. Es zog sich in die länge, weil die Nachbarskinder immer wieder reinkamen und ich mich abgelenkt haben. Nachmittags sind wir zum Pool im Africa Village gegangen und haben Rony ca. 11 Jahre, einer unserer Nachbarn, mitgenommen. Andrew (ein Freund) und ich haben Rony versucht das Schwimmen beizubringen. Er war überglücklich.

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Montag bin ich nochmal zur Schule gegangen und habe mich verabschiedet. Die Kinder wollten unbedingt nochmal mit mir rennen, also sind wir alle von der Schule zum Hope Center gerannt mit großem Gejubel und Gekreische. Der Abschied war nicht leicht… Um 16 Uhr machten wir uns auf nach Kampala, von wo um 20 Uhr mein Bus nach Nairobi ging. Ich verabschiedete mich von Scovia und Abel. Abel war wahrscheinlich überfordert und konnte nicht mit der Situation umgehen. Er saß vor dem Fernseher und aß als ich reinkam und meinte ich würde mich jetzt aufmachen. Er saß da, mit seiner Schüssel in der Hand und winkte. Ich sagte nur wie so oft: „stupid Abel“ und „stand up“. Er stand auf und ich umarmte ihn und machte ihm nochmal klar, dass ich ihn nicht vergessen werde, weil das seine größte Angst war und er immer wieder nachfragte: „will you remember me?“. Scovia weinte und wäre ich noch eine Sekunde länger geblieben, hätte ich mich ihr angeschlossen. Sie ist eine sehr gute Freundin geworden. Für sie war der Abschied besonders schwer, das sie darauf hoffen muss, dass ich wieder komme. Sie hat keine Möglichkeit, mich in Deutschland zu besuchen (sie hat mir über Sophia eine Sprachnachricht hinterlassen. So entzückend, wir mussten lachen. Jedenfalls bedankt sie sich für alles. Bei allen die Sophia’s und mein Projekt unterstützt haben. Sie liebt euch alle;)). Die Busfahrt an sich war ok. Außer das ich nach dem Border für 9-10 Std. keine Möglichkeit mehr hatte, eine Toilette aufzusuchen. Dank Harry, ein neuer Freiwilliger für Beacon of Hope, hatte ich den Kontakt eines vertrauenswürdigen Taxifahrers. Dieser holte mich in Nairobi ab. Fuhr mich zum Masaai Market. Hier konnte ich nur schauen und nichts kaufen. Da meine Bankkarten nicht funktionierten, musste ich einkalkulieren wie viel Geld ich für einen Tag in Nairobi brauchen würde. Shoppen war nicht mit drin (waren aber schöne Dinge dabei!!!), was schwer war, weil ich von den Verkäufern bedrängt wurde.. Ich bin dann geflohen. Zurück in meinem Taxi sagte mir mein Taxifahrer, dass ich bei einer Freundin von ihm die Zeit bis zu meinem Flug überbrücken könnte und er mich abends dort abholen würde, um mich zum Flughafen zu bringen. Ihm war es wohl nicht geheuer, mich in einem billig Hostel abzusetzen. Die Freundin lebte zusammen mit ihrer Schwester und ihrem Sohn in einem angenehmen Viertel, außerhalb der Stadt in einem Zimmer von ca. 18qm. In diesem Raum waren Küche, Wohnzimmer sowohl als auch der Schlafbereich. Für mich war es perfekt. Die Frau war sehr nett und süß und der Sohn sowieso. Ich konnte mich frisch machen, bekam essen und legte mich mit dem Kleinen zum schlafen hin. Um 19 Uhr wurde ich abgeholt und zu einem luxuriösen äthiopischen Restaurant gebracht. Dort konnte ich meine restlichen Kenia Schillinge gut loswerden. Es war wirklich lecker! Danach ging es auf zum Flughafen und dann ab nach Deutschland. Erst als ich im Flugzeug saß, konnte ich entspannen. Ich dachte mir die ganze Zeit, dass mein Tag zu perfekt ablief und irgendwas noch schief gehen müsste. Der Flug war angenehm, die Ankunft war schön, aber auch seltsam und komisch. Nur weil ich jetzt nicht mehr in Uganda bin, heißt es noch lange nicht, dass ich aufhöre mein Projekt weiterzuführen. Im Gegenteil: Sophia war ja schon von Anfang an dabei, hat mir mit allem geholfen und jetzt haben wir zusammen ein neues Projekt entworfen. Auf die Idee kam ich schon in den ersten Wochen meinen Aufenthaltes. Ein Junge aus meinem Bezirk, James, hat mir erzählt, dass er sich die Schule nicht finanzieren kann. Wie wir wissen, ist das nichts Seltenes. Ich habe da schon mit dem Gedanken gespielt, für James ein Sponsor zu werden oder viel besser, jemand anderen zu finden. Ich hatte dann so viel zutun, dass ich die Idee erstmal nicht weiterverfolgen konnte. Als Sophia dann kam, hat sie es in die Hand genommen. Schon in der ersten Woche traf sie sich mit James und seiner Mutter und ging mit James zur Schule um alles weitere zu klären. Ab hier lass ich Sophia selbst berichten: Als mein kleine große Schwester abreiste, war ich erstmal ganz schön geknickt. Wir hatten eine wunderschöne, unvergessliche Zeit- ich bin sehr glücklich und dankbar, dass wir all das zusammen erleben durften. Aber schon am nächsten Tag war keine zeit mehr für Trübsal, denn der neue Alltag forderte mich kräftig heraus- so viel zu tun…viel Zeit hatte ich ja auch nicht mehr. Ich habe die Primary P3 von Charlotte übernommen und ebenfalls auf englisch in Englisch, Mathe, Lesen und Schreiben unterrichtet. In der Secondary unterrichtete ich Deutsch. Es hat mir sehr viel Spass gemacht und die Schüler habe ich alle ins Herz geschlossen. Einen Jungen ganz besonders: David. Er ist einer der besten Schüler unserer Klasse gewesen. Er fehlte plötzlich 2 Tage hinter einander…ich fragte wo er ist, mir wurde gesagt, er könne nicht zur Schule kommen, da seine Mutter die Schoolfees nicht für all ihre Kinder zahlen kann. Das hat mich sehr traurig gemacht, weil er so gern und gut gelernt hat. Da Charlotte und ich schon für James, unseren Nachbarsjungen die Idee hatten einen Sponsor zu finden, dachte ich mir, na gut, dann find ich eben für David auch einen! Ich machte Moreen, einer der Lehrerinnen, den Vorschlag, für David ein Profil zu erstellen, um zu versuchen ihm eine finanzielle Unterstützung zu finden. Dann sagte sie, es gäbe noch 27 weitere „Pupils in need“. So entwickelte sich mein nächstes Projekt. Ich interviewte jeden kleinen Schüler einzeln und unterhielt mich mit deren Eltern- jedenfalls mit denen, die es sich einrichten konnten, mich in der Schule zu einem Gespräch auf zu suchen. Übersetzt hat Moreen. Die Profile sind in Arbeit- ich werde sie hier über Charlottes Blog veröffentlichen. Ausserdem lernte ich, wie einige schon wissen, in meiner letzten Woche dort, die kleine Hannah und ihre Familie und deren Schicksal kennen. Dieses kleine süße Wesen eroberte mein Herz innerhalb kürzester Zeit. So war ziemlich schnell klar, dass ich hier ein weiteres Projekt gefunden hatte 😉 Überrascht und unglaublich dankbar erlebten wir mit unserer kleinen Spendenaktion einen recht großen Erfolg und tolle Hilfsbereitschaft aus Deutschland!

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Dann erfuhr ich, dass Mohammed, einer unserer Schüler, an Syphilis im 3 Stadium erkrankt ist. Allein sein Anblick tat weh. Seine Beine und vor allem die Füße sind wund und ganz steif. Ich hielt Rücksprache mit Charlotte in Deutschland und noch am selben Abend schrieb ich den zweiten Spendenaufruf. Auch hier wurde überraschend zeitnah und großzügig gespendet! Heute war er zur ersten Behandlung im Krankenhaus. Begleitet haben ihn seine Lehrerin Margaret und unsere gutherzige, engagierte Scovia!

Spendenaufruf Mohammed:

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Wenn es nicht so dringend wäre, würd ich nicht schon wieder um Spenden bitten. Diesmal geht es um SSekidde Mohammed, ein Schüler aus Charlottes und meiner Klasse P3. Er ist 9 Jahre alt, lebt bei seiner Oma, sein Vater ist gestorben, seine Mutter lebt weit weg in der Stadt Kampala mit seinen beiden jüngeren Geschwistern. Mohmmed ist an Syphillis erkrankt. Er leidet nun schon sehr lange darunter- mitlerweile hat die Krankheit schon das dritte Stadium erreicht. Er klagt kaum, er ist eher ein sowas von witziger Kerl, abermman sieht ihm seine Schmerzen an. Hin und wieder sagt er: „Teacher, teacher I have pain!“ Seine Oma kann ihm keine Behandlung mehr bezahlen. Sie haben verschiedene Therapien begonnen, konnten sich jedoch nie eine komplette Behandlungsphase leisten. Zur Zeit wird nichts mehr unternommen. Die Zeit drängt, seine Knochen sind sehr angegriffen, dies verhindert eine gesunde Entwicklung seiner Beine usw…die größte Angst hat er davor, dass man ihm seine Beine abnehmen muss und, dass die Krankheit sein Gehrin und sein komplettes Nervensystem angreift. Es gibt hier in der Nähe, in Africa Village, ein Krankenhaus, welches Syphilis behandelt. Wenn wir 75 euro zusammenkriegen, können wir ihm die 8- teilige Behandlung, plus Transferkosten für den Hin- und Rückweg ermöglichen. Er wird mit einer bestimmten Injektion behandelt, welche die Syphillis in seinen Knochen bekämpft (soweit ich verstanden habe mit Penicillin und Antibiotika). Ich habe mit Margret, einer Lehrerin hier, darüber gesprochen. Sie ist bereit ihn zu den insgesamt 7 Behandlungen (2 Injektionen werden schon während der ersten Behandlung gespritzt) ins Krankenhaus zu begleiten, da seine Oma dazu nicht mehr in der Lage ist. Das Geld werde ich morgen selbst schon vorstrecken- damit sofort begonnen werden kann…muss wirklich schnell gehen und da ich morgen schon auf dem Rückweg nach Deutschland bin, ist keine Zeit zu verlieren. Falls jemand der gestern schon für Hannah gespendet hat und einen Teil davon für Mohammed verwenden möchte- einfach kurz bescheid sagen 🙂 Herzlichen Dank für eure Aufmerksamkeit!

Siebte Woche, 1.03/ zweiter Beitrag

Hallo Ihr lieben,

am Hope Center haben wir diese Woche große Fortschritte gemacht. Peter und Ben haben an der Toilette und deren Bäder weitergemauert, die Dacharbeiten des einen Gebäudes sind vollständig abgeschlossen, sowie die Böden. Isaac hat sich sein Büro eingerichtet und bald kann es los gehen.

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Dienstag waren wir alle zusammen feiern. Sophia und ich haben Ben und Peter auf ein paar Bier eingeladen, weil die beiden ja nur den Transfer bezahlt bekommen. Die harte Mauerarbeit machen sie freiwiilig. Ben war ziemlich schnell ziemlich betrunken. Trotz seiner Größe- ich weiss nicht ob oder wieviel sie schon getrunken hatten, bevor wir in den Club kamen, aber ich habe ihm nur zwei Bier ausgegeben.. mein Dank dafür war, dass ich ihn die ganze Nacht mit Wasser versorgen durfte. Aber er war total süß und dankbar. War eine schöne Nacht mit allen.
Am nächsten Morgen um 10:00 war Schule angesagt.. haben uns die ganze Woche davon nicht erholen können. Sind ständig müde müssen aber früh aus dem Bett und gehen erst spät wieder rein^^
In der Schule war es diese Woche besonders schön. Erstmal natürlich weil wir Sophia haben und zweitens weil wir angfangen haben zu malen. Sophia hat viele Wasserfarben und Wachsmalstifte von uns Zuhause, also Annette Flemming, Herr Fentrop und Kleinsassen, mitgebracht- riesen Dankeschööön!!! Die Kinder haben sich unendlich gefreut und sagen immer wieder „Thank you, thank you for colours“.

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Schilderung der ersten Kunststunde:
alle unsere Schüler, also P3, sitzen ausnahmweise erwartungsvoll und gespannt auf ihren Bänken. Wir verteilen Papier und Wachsmalstifte. Ich habe ein Bsp. Bild gemalt, um zu zeigen, was man alles mit den Farben malen kann. Die Kinder wussten erst nichts mit den Farben anzufangen, nahmen sich ihre Bleistift und fingen an zu zeichnen. Ich nahm die Hand eines neuenund noch sehr zurückhaltenden Schülers, Christpoher, gab ihm einen Wachsmalstift in die Hand und führte diese dann. Er strahlte. Alle anderen machten es nach. Schon nach wenigen Minuten waren alle wie aufgewacht. Besonders fiel mir das an Christopher auf. Er war ein plötzlich ein total anderer Junge. Nicht mehr der schüchterne Junge von zuvor, sondern mutig und aufgeweckt. Er lachte, plapperte und zeigte mir immer wieder stolz seine Bilder. Ich holte Blätter von draußen, legte sie unter Papier und malte drüber, die Kinder staunten, was da jetzt auf dem Blatt Papier zu sehen war und ich musste immer wieder raus, neue Blätter holen.
Jeden Tag haben wir jetzt Malstunde gegeben. Mit Baby Class, P1/2 nur mit Wachsmalstiften, mit P3 auch mit Wassermalfarben. Gibt immer ein kleines Caos, weil wir zu wenig Wasser haben, keine Schwämme o.ä wo man den Pinsel abtrocknen kann.. aber es macht großen Spaß.
Mittwoch hatten wir Sport mit allen. Wir brauchten mehr Springseile, also sind wir mit der ganzen Schule zum HopeCenter gerannt und haben sie geholt. Ben, Peter und Abel haben nicht schlecht geschaut als wir mit 60 Kindern angerannt kamen. War aber Teil des Sportunterrichts und natürlich von vornherein eingeplant.. 😉 Freitag ist immer Religionsunterricht. Sophia und ich mussten ein Lied vorsingen:“ He’s got the whole world in his hands“. War sehr peinlich, das Lied ist eintönig und langweilig.. vorallem nach den Liedern, welche die Kinder davor gesungen hatten, aber es ist eben sehr christlich. Dienstag und Donnerstag unterrichteten wir Deutsch an der Secondary. Gibt nicht viel zu erzählen, außer dass sie mich vermissen werden, sich aber freuen, dass ich von Sophia für weiter 1-2 Wochen ersetzt werde.
Freitag machten wir uns nach der Primary schnell los nach Jinja und von da aus zu den Itinda Falls. Die Fahrt nach Jinja war wieder super anstrengend. Vor Jinja wird die Straße gebaut und der Stau ist wahnsinnig groß und wie sich die Fahrer dort versuchen durchzuschlängeln, ist noch viel wahnsinniger. Endlich angekommen, erwartete uns eine 40-50 minutige Boda Boda Fahrt. Wir düsten durch die Dörfer, an Feldern vorbei, Berg hoch, Berg runter- wieder hoch usw. Angekommen, mussten wir teuer Eintritt bezahlen. Zusammen 80.000 UGX. Das sind ca. 20 Euro. Wir gaben 100.000 UGX und der Typ wollte 20 behalten, dafür, dass er uns rumführt. Ich erklärte ihm, dass wir keinen blöden Guide brauchen, sondern allein zurecht kämen und außerdem sonst kein Geld für die Rückfahrt haben würden. Wir liefen mit unserem Boda Boda Fahrer, übrigens namens Wibae, los und fanden uns auch super zurecht. Wibae entpuppte sich zu einem echt netten und angenehmen Mann und Begleiter. Die Itinda Falls waren wunderschön. Ich liebe Wasser, noch mehr liebe ich Wasser in Mengen und wenn es in Bewegung ist. Ich könnte Stunden, wenn nicht Tage damit verbringen, in den Strom zu schauen und dem rauschen zu lauschen. Wir liefen an dem Fluss entlang, bis wir zu einer ruhigen Stelle kamen mit zwei badenden Kindern und einem Fischer sahen. Der Fischer bot uns seine frisch gefangenen Fische an. Wir überlegten kurz, war schon ein reizendes Angebot, aber wir wussten, dass Abel bereits für uns Zuhause Chapats and Salats vorbereitet. Also bot ich Wibae an, ihm einen Fisch zu kaufen. Er freute sich sehr und bedankte sich noch den ganzen Abend: „thank you, what you have done for me“.
Wir setzten uns ans Wasser, den Sonnenuntergang vor uns, holten unseren Wein, Tabak und Chips raus und konnten es garnicht glauben, wie schön uund perfekt es gerade war. Wir boten Wibae alles an, er nahm Wasser und Chips dankend an.
Zu bald mussten wir schon los. Alle drei glücklich und zufrieden auf dem Rückweg- doch pllötzlich macht das BB. schlapp. Wir hatten Glück, weil wir kurz zuvor gesehen hatten, dass sich ein Freund Wibaes gerade mit dem Auto auf den Weg zu nächsten Stadt aufmachte. Also standen wir kurz am Graben und warteten. Da kam der Freund schon mit einem Jeep und paar anderne Männern angefahren. Wibae hielt ihn an und sie besprachen irgendwas, schließlich sollten wir einsteigen und mussten den armen Wibae in seinem Unglück allein lassen. Ich gab ihm trotzdem den vollen Preis, obwohl wir gerade mal 1/4 des Weges hinter uns hatten. Es gab nicht genug Plätze, aber die Gentlemen’s übergaben uns ihre und rückten in den Kofferaum. Oma und Annette würden jetzt sagen, wir seien lebensmüde gewesen, spät abends in einen Jeep mit großen, starken, fremden Männern zu steigen, aber wir waren uns der Lage bewusst und hatten sie voll im Griff. Man merkte einfach, dass die Männer keine Hintergedanken hatten.
Von dem nächst größeren Dorf nahmen wir ein Taxi, diesmal aber ein normaler Combi. Der Fahrer teilte sich seinen Sitz mit einem anderen Mann…vorne sassen also vier Leute…Sophia und ich tauschten nur einen kurzen Blick und mussten grinsen. In Jinja nahmen wir ein normales Taxi nach Mukono, dann ein BB. und endlich, endlich Zuhause- natürlich wieder voll verspätet. Abel hat mit dem Essen auf unsgewartet.

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Samstag sind wir wieder um 7:00 Uhr morgens aufgestanden und machten uns auf in Abels Heimat zu einer Hochzeit von einem seiner Brüder, irgendwo in einem Kaff namens Buyana, weit entfernt-wirklich weit entfernt. Wir waren vier Stunden unterwegs. Dort angekommen wurden wir den ganzen Tag herumgeführt und vorgeführt. Wir waren eine große Attraktion, aber wir fühlten uns ein wenig blöd…wie Abels Puppen. Aber unser wohlbefinden war heute nebensächlich. Das Wichtigste war, dass wir eine große Freude für Abel’s Familie waren und besonders für Abel war es eine Ehre. Das Problem war, dass wir den ganzen Nachmittag damit verbrachten, von einem Dorf ins andere zu fahren, um danach wieder zurückzufahren und das alles zu viert auf einem BB mit Abel und einem von Abels älteren Brüdern. Beide stanken verboten heftig nach Schweiß. Sophia und ich in der Mitte waren mit den nerven am Ende. Wenn ich hinter Sophia saß, vergrub ich meine Nase in ihrem, lecker nach Shapoo richendem, Haar. Hätte ich das nicht machen können, wäre ich wahrscheinlich noch ausgerastet und hätte die mal schön über ihren Schweißgeruch informiert. Aber wir hielten unsere Münder und Nasen zu 😛 Der Abend verlief dann so, dass wir immer wieder flohen und uns mit gut riechenden Männern abgaben, von denen es genug gab.
Die Hochzeit an sich war sehr süß und interessant. Wir wurden herzlichst willkommen und wir hatten zwei Plätze reserviert bekommen auf der Seite des Brautpaars. Das Hochzeitpaar war sehr Jung und der Bräutigam war echt ein süßer udn er schien sehr glücklich.
Nach der Kirchenzerermonie trafen wir uns im Zuhause der Braut und dort feierten wir.
Wir wurden spät abends aufgerufen und sollten auf der Bühne vortanzen. Wir, total unvorbreitet und nicht warm getanzt, eher kalt gestanden, tanzten dann auf die Bühne rauf. Alle waren begeistert, weil sie wohl dachten, so weiße Stöcke wie wir könnten sich nicht bewegen- wir bewiesen das Gegenteil und wurden sehr gefeiert. Dann wurde ich vom Comediant gefragt was mein Lieblingslied sei, ich sagte :“pomini, pomini“ und spätestens jetzt kreischten alle und freuten sich lauthals. Ich hatt einen Tanzpartner der seine Hüften zenmal schneller bewegen konnt als ich, aber es machte Spaß und das Publikum freute sich. Danach wurde nur noch getanzt. Später kam Abel und meinte, es sei nicht erlaubt wie im Club zu tanzen, was heißt kein Köperkontakt zu dem anderen Geschlecht zu haben… fanden alle ziemlich blöd, aber die Jungs/Männer waren kreativ und bildeten dann einen Kreis um uns und wir tanzten. Wenn Abel und sein Bruder nicht da waren, wurde auch richtig getanzt. Kam Abel… waren wir alle brav. Am liebsten tanzte ich mit den jüngeren Jungs, so 12-14- Sie tanzten am coolsten und ich fühlte mich nicht bedrängt. Es hat wirklich Spaß gemacht. Wenn ich nach Deutschland zurück komme, wird das Tanzen, das erste sein, was mir unheimlich fehlen wird. Kein Mann kann so tanzen wie die Jungs und Männer hier. Natürlich werden wir auch in Dt nicht so sehr gefeirt wie hier und man muss sich wieder daran gewöhnen, dass man für die Menschen (meisten) nichts besonderes ist. Hier erleben wir das totale Gegenteil.
Wir mussten leider schon um 2 Uhr morgens zurück, da Abels Vater uns fuhr. Und das mit einigen seiner Familienmitglieder (er hat vier Frauen und um die 14 Kinder). Er hatte einen kleinen Truck. Es dauerte 30 Minuten bis wir alle unseren Platz gefunden hatten, weil solange gequetscht wurde, bis alle auf die Ladefläche passten. Wir saßen am Rand mit Kindern auf dem Schoß und los ging es. Ich saß neben dem Bräutigam und wir unterhielten uns kurz. Er ist 22 und der Sohn von Abels Onkel und somit hier auch ein Bruder von Abel. Abel hat auch 4 Mütter, weil alle Frauen von Abels Vater, seine Mütter sind. Sie leben alle im gleichen Dorf und es scheint kein Problem zu sein, miteinander auszukommen. Der Bräutigam sagte mir, er sei überglücklich. War sehr süß. Sophia udn ich haben mit meiner Kamera heute alles fotografiert und das Brautpaar wünscht sich ein paar Fotos. Mal schauen wo wir die ausdrucken. Übernachtet haben wir bei Abels Tante.

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Taxipark Kampala

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P.S: Abels Vater hat nicht 14 sondern 40 Kinder mit 4 Frauen. Habe ich falsch verstanden, oder konnte es nicht glauben…

Eure Charlotte

Siebte Woche, 21.02/ erster Beitrag

Hallo ihr Lieben,

Donnerstag bin ich früh morgens mit dem Taxi los nach Entebbe. Dort endlich angekommen, ging ich kurz ins Facebook online und hatte eine Nachricht von Sophia: „mein Flug wurde gestrichen- Istanbul Schneesturm“. Ich war erstmal echt frustriert- da sie ohne Reiseversicherung gebucht hatte, habe ich befürchtet- das wars- sie bekommt keinen zweiten Flug. Doch sie bekam dann einen Flug für Samstag auf Sonntag.
Ich lief dann zum Lake Viktoria. Mir wurde der Weg zum Strand zwar erklärt, aber ich bog zu früh ab und landete in einem schönen Dorf am See. Ich durchquerte das Dorf und fand einen Strand am See mit Fischerbooten und Holzhütten. Zwei Kinder waren grade baden, rannten ins Wasser und wieder raus und schauten mich erwatungsvoll an.
Ich setze mich in den Schatten (habe Sonnenbrand), las und schaute den Kindern zu. Später lief ich auf einen Hügel, mit einem leer stehendem Gebäude und einem Security man davor. Ich fragte ob ich ein Foto von hier oben machen dürfte. Er meinte nein, dass sei alles Privateigentum und es sei verboten, Bilder zu machen. Ich lief den Berg ein Stück weiter runter und machte dann ein Foto. Er rief mir hinterher, dass, wenn ich noch einen weiteren Fehler mache, er mich ins Gefängnis bringt 😀 Ich fragte ihn, ob ich das Foto löschen soll, er meinte ja. Ich tat so also würde ich es löschen, machte es aber nicht-so wie er die Kamera anschaute- schien er mir nicht in der Lage zu sein, mit einer Kamera umzugehen und zu kontrollieren, ob das Foto wirklich gelöscht ist:P
Ich machte mich auf den Rückweg. Im Hostel angekommen, entschied ich mich jetzt den richtigen Beach zu finden, dort was zu trinken und meinen Zeitungsartikel fertig zuschreiben (für ende Februar, Fuldaer Zeitung). Auf dem Weg dorthin, traf ich auf Sharon, eine nette Frau anfang Dreißig und schwanger. Wir liefen ein Stück zusammen, unterhielten uns und dann lud sie mich zu sich ein. Wir landeten in dem Dorf, wo ich vorher schon zum See gelaufen bin. Sharon hat zwei Kinder, das dritte ist unterwegs, aber von einem neuen Freund. Sie hat einen Beauty Laden-welcher auch gleich ihr Zuhause ist. Ihre zwei Söhne waren sehr süß, der jüngere von beiden traute sich nicht, mir hallo zu sagen. Zusammen schlenderten wir durch das Dorf und das Zentrum/Markt. Ich hätte sehr gerne Fotos gemacht.. aber mit einer fetten Kamera kommt man sich gleich viel fremder vor. Also bleiben es meine Bilder/Eindrücke und ich kann sie nicht mit euch teilen.. :))
Ich machte mich los zum Spennah Beach. Dort angekommen war ich ein wenig entäuscht. Eine runde Bar, daneben ein großes Dj Pult, laute Musik und paar junge Leute. Ich wollte eigentlich zum entspannen herkommen und Artikel und Bericht schreiben. Ein Typ kam auch gleich auf mich zu und lud mich auf meine bestellten Pommes und ein Bier ein. Ich nahm an, mir blieb auch nichtts anderes übrig, konzentrieren konnte ich mich hier nicht. Kurz bevor ich mich auf den Rückweg machte, gingen wir noch baden. Mir war dann eiskalt, der Typ ging mir mächtig auf die nerven und ich schaute nach einem Boda Boda. Gerade kam eines, aber mit einem anderen Typen, sagen wir Typen nummer 1 des abends, der mich hier treffen wollte. Ich meinte zu ihm, ich sei jetzt auf dem Rückweg und dass es mir leid tue. Er machte einen schmollenden, traurigen Eindruckt. Mir war es dann egal, ich nahm sein Boda Boda dankbar an, wollte los, da meinte der andere Typ er müsse mich safe zum Backpackers bringen und setzte sich mit auf’s BB. Na toll.. Beim Backpacker’s angekommen klopfte ich am Gate, Security machte mir auf und ich schlüpfte schnell rein. Todmüde im Bett- tyrannisierte mich Typ 1 mit Anrufen. Beim fünften Anruf sagte ich ihm meine Meinung und motze ihn regelrecht an.
Freitag ging ich morgens auf den Baeta Market- eher ein Market für Locals- aber interessant. Dann erst zum Wildlife Education Center- nicht unbedingt empfehlenswert- Leopard, Löwe, Hyiene und Wildkatze hatten zu kleine Gehege, liefen entweder am Zaun entlangen, hin-her-hin-er oder lagen dösend und gelangweilt im Schatten. Die Affen hatten es ganz gut und waren lustig. Ein paar Affen bewegten sich auch frei im ganzen Zoo.
Nach dem W. E. Center lief ich zum Botanical Garden, vielleicht 10 Minuten voneinander entfernt. Hier wurde mir gleich ein Guide angedreht. Ich nahm an und war auch ganz gut. Wirklich sehenswert und wenn man Zeit hat, kann man sich nach einem Rundgang schön in den Schatten eines tropischen riesen Baumes legen oder zum Strand gehen. Gegen 15:30 lief ich zurück. Es war sau heiß, ich immer noch mit Sonnenbrand, schon seit 6 Stunden unter der Sonne am laufen. An der Kampala Road angekommen, stieß ich auf ein paar schöne Läden. Ich kaufte zwei schöne Kerzenständer und eine Tasche, die ich nicht brauche. Hatte danach gerade noch genug Geld für den Transport zurück nach Mukono. Entschied mich also kein BB. zum Backpacker zu nehmen, sondern zu laufen. Wie gesagt, war sehr heiß- Ich hielt mir meine Tasche über den Kopf.. kurze Zeit später kam ein BB. angefahren und wollte mich mitnehmen. Ich:“no, money..“ und grinse ihn dumm an: Er:“I give you a free ride“- nahm ich dankend an. Gegen 17:00 machte ich mich auf die suche nach einem Taxi nach Kampala undt trat meine lange Heimreise an ;))
War froh wieder Zuhause zu sein. Abel freute sich, dass ich wieder da bin.
Bin gerade mit Ben, Peter und Abel am Hope Center. Sie machen den Boden der Gebäude. Das Dach wurde auch weiter gebaut. Haben gerade meine Box mit dem Handy von Abel Koppeln können und jetzt geht Party 😉 Die freuen sich gerade riesig-
Abends wartete mein kleiner Freund wieder. Ich ließ ihn herein. Kurze Zeit später waren wieder 10 Kinder in unsrem Hof und wir tanzten. James, einer der älteren, und Abel wuschen meine Klamotten und James machte sexy moves. Ich hing die sauberen Klamotten dann auf. Spät abends kam Alf, wir kochten und tranken Bier und sind dann feiern gegangen (Alf, Abel, Isaac und ich)- bis 2:45 Uhr und machten uns dann los nach Entebbe zum Flughafen um Sophia abzuholen. Hat alles wie am Schnürchen geklappt und auf einmal stand sie vor mir 🙂 ❤
Heute haben wir ausgeschlafen. Isaac und Abel haben French Toast gemacht. Isaac hat sogar frischen Saft gepresst. Morgens bis mittags hatten wir die Nachbarskinder bei uns und haben einen Teil der Klamotten und Spielzeug verteilt. Der andere Teil geht an die Schule. Dann sind wir zum Hope Center, waren in Kalagi mit Isaac Mittagsessen sind zurück, haben unsere Bude geputzt (Alf und Kinder sind super dreckig) und waren zum Sonnenuntergang auf dem Berg mit drei Jungs, James, Mathi und Name vergessen. War wieder großes Fotoshooting mit meiner Kamera angesagt 😛

Leider verspätet und ohne Bilder, haben Probleme mit PC und Internet…
Liebste Grüße,
Sophia und Charlotte

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Sechste Woche, 18.03/ zweiter Bericht

Montag, Dienstag und Mittwoch war ich wieder in der Schule tätig. Ich habe mittlerweile immer mehr das Gefühl, dass der Stoff ankommt, den ich unterrichte. Nicht alles und nicht bei jedem meiner Schüler- aber immer mehr.
Wenn ich die Möglichkeit habe frei zu unterrichten, dann macht es Spaß und wir kommen gut voran. Insbesondere der Englischunterricht, da lass ich mir größtenteils unabhänig von Büchern, Aufgaben einfallen, da ich mittlerweile weiß, was ich von der Klasse erwarten kann. Wenn mir morgens Bücher vorgegeben werden, geht da nichts.
Montag war ich vor der Schule in Mukono Town an der Post und habe ein Paket von meiner Familie abgeholt- vielen Dank!! . Es waren viele, leckere Süßigkeiten mit drinnen. Ein Teil davon habe ich mit zur Schule genommen. Die Kinder haben sich sehr gefreut. Ich habe mit Moreen Süßigkeiten in „Baby Class“ verteilt. Super putzig ;)).
Später sollte ich ihnen das Alphabet beibringen. Ich zeigte auf drei Buchstaben an der Tafel und las laut vor, sie sprachen mir nach. Als ich mich von der Tafel wandte und mich umsah, sah ich, dass die Kinder nur mich freundlich anschauten und mir fleißig nachsprachen- aber nicht auf die Buchstaben auf die ich zeigte- so lernten sie natürlich nichts.
Die Stunde endete im lustigen Caos. Jeder Zwerg versuchte einen Stock zu ergattern und damit wurde auf die Buchstaben an der Tafel zu hämmern, lauthals rufend und rangelnd. Nach der Stunde rannten sie mir hinterher und wollten mehr Süßes.
Nach der Pause unterrichtete ich P3 in Mathematik und Englisch. Immer wieder kamen kleine Knirpse in die Klasse. Meine Schüler sagten mir was „geht raus“- „verschwindet“ in Uganda heißt, ich gab mein Bestes, aber es endete im großen Gelächter, weil meine Aussprache nicht richtig war.
Heute Morgen bin ich sehr früh hierher, weil wir mit Sport begonnen haben und ich ein paar neue Lieder und Spiele mit einbringen sollte. Erst war „Baby Class“dran. Den Kleinen fiel es schon schwer, einen Kreis geschlossen zu halten. Wir haben ein paar spiele gespielt, es hat nicht alles geklappt, aber sie hatten Spaß. Danach war P2 und P3 dran. Hat sehr gut geklappt.
In meinen Pausen (wenn meine Schüler brav^^ von der Tafel abschreiben und die Aufgaben lösen) schreibe ich den Bericht. Habe sehr viel zutun, muss immer früh raus und komme erst spät in die Haia. Daher muss ich den Bericht irgendwie zwischenschieben. In Zukunft schreibe ich nur noch Sonntags einen Bericht. Dies wird der letzte Mittwoch Bericht sein.

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Habe gestern aus dem Taxi ein Mann gesehen, der auf seinem Motorrad 4 lebende Schweine transportiert hat- auf dem Sitz festgebunden..

Auf dem Rückweg von der Secondary, kam ein Freund eines Schülers, der mich immer begleitet dazu gestoßen und gestand mir seine Liebe. Er war total nervös, mein Herz pochte richtig mit, weil es mir für ihn richtig peinlich war und er mir total leid tat. Er ist dann mit uns zurückgelaufen. War ein bisschen komisch.. später gab er mir dann noch einen Liebesbrief, indem stand etwas wie: From the first moment I saw you, my heart admired you and I felt then-my heart loved you.. and blabla-kann ich nicht lesen.. I love you! Das lustige an der Sache ist, er hat mich -soviel ich weis- als er den Brief geschrieben hat, noch nicht gesehen..

Am Hope Center haben wir die Woche das Volleyballfeld angefangen und uns wurde bewusst, dass es sehr viel Arbeit wird. Wir müssen ca. 0,7 Meter Erde ausheben und Trucks mit Steinen und Sand organisieren um das Feld auszufüllen. Isaac und Scovia sind in Mukono Town um irgendwelchen Papierkram zu erledigen. Isaac plant momentan ein Brunnenprojekt, Nähe des Hope Centers und Primary School. Finanziert von Leuten aus Canada.
Sophia (meine Schwester) kommt am Freitag um 4 Uhr morgens in Entebbe an. Ich werde morgen schon nach Entebbe fahren und mir „Lake Victoria“ ansehen. Freitag morgen holt mich Isaac am Hotel ab und los gehts zum Flughafen!
Ich muss schon am 11.03 zurück nach Deutschland. Es hat nichts mit mir zutun, nichts mit hier oder der Organisation. Daher kann ich den Grund nicht nennen. Ich kann nur soviel sagen- ich werde in Dt gebraucht.. Ich muss also einen Monat früher zurück. Wer hätte das gedacht- zum Glück habe ich eine Reiserücktrittversicherung abgeschlossen Das ist das einzig Gute an der ganzen Geschichte- die war nicht umsonst hahah..
Was das Hope Center angeht, werde ich euch weiterhin auf dem laufenden halten! Ansonsten kann man auch auf die Homepage der Organisation gehen. Isaac ist ständig am Updaten und an PC- Arbeiten….

Bis Sonntag,
Charlotte

Sechste Woche, 15.02/ erster Beitrag

Hallo ihr Lieben,

vom Hope Center gibt es wieder nichts zu erzählen, außer dass wir Montag anfangen wollen, das Beachvolleyballfeld zu machen und die Arbeiter wieder kommen wollen. Aber vielleicht müssen wir warten, bis es mehr regnet, dann ist die Erde lockerer und es lässt sich besser ausheben..Müssen ja ne große Fläche ausgraben, wo dann erst Steine und dann Sand darauf verteilt werden. Scovia hat seit gestern Malaria und ist im Krankenhaus, d.h eine Arbeiterin weniger 😦 Sie wird aber in 2-3 Tagen wieder gesund sein.

Schule macht immer noch Spaß und ist immer noch anstregend. Aber ich mag meine Klasse sehr, muss aber auch oft schimpfen, weil ich so kleine freche Mädels habe, wie ich es einmal war. Manchmal giggle ich mit und manchmal motz ich sie an und eine muss raus oder so 😉

Donnerstag war ich Vormittags in der Primary und Nachmittags an der Secondary. Diesmal habe ich im Deutschunterricht angefangen, die Artikel zu erklären. Dass sie Begleiter von Substantiven sind und deren grammatisches Geschlecht kennzeichen, dass sie flektiert und dekliniert werden können- Heidenei ist das schwer. Ich kann es nicht erklären. Habe viele Bsp. gegeben. Nach dem Deutschunterricht habe ich versucht eine Sportstunde zu geben. Aber viele müssen dann Wasser holen gehen, was 20 Minuten dauert. Dann habe ich mit paar Mädels versucht uns aufzuwärmen und wir wollten fünf Minuten Joggen gehen. Nach zwei Minuten war niemand mehr hinter mir, ich joggte alleine.. Dann dehnten wir uns, klappt auch nicht gut. Bei den einfachsten Dehnübungen für die Beine versagten schon alle. Sie standen nicht richtig (Füße müssen ja gerade nach vorne schauen).. Die Jungs machen bei sowas sowieso nicht mit. Naja fing dann mit Ballspielen an, was besser ankam. Die Schüler haben Markierungen für das Volleyballfeld mit Asche gemacht und ich konnte sofort sehen, dass eine Seite um einiges kleiner war als die andere. Spielten trotzdem paar runden, eher freestyle, nur zum üben- ohne Regeln.

Freitag ist Vormittags für alle zusammen Religionsunterricht an der Primary. Die Kinder freuen sich immer riesig, holen ihre Bänke raus und schreien aufgeregt rum. Lehrerin Moreen singt, klatscht und tanzt vor, die Kinder machen es nach. Ein paar kleine Zwerge, haben richtig coole Moves drauf und grinsen mich an. Wirklich entzückend Nachmittags bin ich wieder zur Secondary. Von der Secondary zurück nach Kalagi sind es ca. 5 Km die wir dann immer laufen. Brauche mit Scovia so eine Stunde, weil sie so lahm ist ;D Bis ich dann Zuhause bin, ist es 19:00/19:30 und ich bin total k.o. Wenn wir früher ankommen, gehe ich noch joggen, weil es abends immer sehr schön auf dem Berg ist und ich mir das nicht entgehen lassen will.

Samstag wollten Scovia und ich eigenltich nach Kampala fahren, dort eine Schwester von ihr besuchen, nachts feiern gehen und Sonntag zum Equator Sign in Kampala. Wurde nichts draus, weil Scovia erkrankte. Also chillte ich vormittags mit Abel, machte meinen Englischtext (für Interessiert aus Amerika und England, wegen Spenden etc.) und ging Mittags zum Pool. Ich lernte den Poolboy kennen. Ne echte Sportkanone in allem und wie ich später von ihm erfuhr noch ein Sänger und Künstler (Design)- also allgemeinbegabt was er mir damit bescheiden zu verstehen gab. Auf dem Weg zu mir, wollte er so drei Mädels irgendwas fragen. Diese waren aber am beten, was er zu spät sah. Ich musste lachen und er dann auch, als er sah, dass ich es mitbekommen hatte. Ich habe die Mädels schon seit 10 Minuten beobachtet. Die saßen mit gesenkten Köpfen und geschlossen Augen eng zusammen, fassten sich an und murmelten. Ich habe mittlerweile gecheckt, dass dieser Ort hier sehr religiös ist und die meisten Weißen mit irgendeiner christlichen Organsiation sind oder auf einer christlichen Mission ;P Letzten Sonntag kam ich gerade an, als sich mehrere Weiße im Pool taufen ließen und alle anderen heilig sangen. Könnte mir einen schöneren Ort vorstellen um getauft und geheiligt zu werden als im dreckigen, drittklassigem Pool Am Abend lernte ich eine Gruppe netter Mädels kennen. Die machen hier (African Village, Vision Africa) Freiwilligenarbeit, also mit einer christlichen Organistion. Ich fragte sie, ob sie eine Idee hätten, was ich am Sonntag machen kann, was nicht viel Geld kostet. Sie luden mich ein, mit ihnen zu einer Kirche zu gehen (Watoto Church). Diese Kirche habe ich schon einmal gesehen. Sie liegt auf dem Weg nach Kampala- Ein großes Zelt. Ich meinte, ja gerne, wenn ich heute nacht nicht zu lange feiern gehe .

Isaac, Abel und ich waren bis 2:30 Uhr morgens feiern. Also nicht wirklich feiern, wir waren auf einem Konzert. Hier sind viele schlechte, junge Künstler aufgetreten. Voll die Clowns. Wenn bei uns jemand so angezogen auf die Bühne geht, ist Fasching! Manche waren grottenschlecht. Die Hintergrundmusik war auch bei fast jedem „Künstler“ gleich. So Uganda- Reaggy-style. Es ist einfach drauf zu tanzen, aber nicht sehr abwechslungsreich. Einmal habe ich einen Künstler für eine Frau gehalten. Kostüm, Stimme, Tanzstyle- das war kein Mann! Doch später unterhielt ich mich mit Isaac und es kam raus, es ist ein Mann der sein Teil die ganze Zeit schwingt und dreht ;D. Später zog er sein Jacket aus und ein heißes, eng anliegendes schwarzes Negligee kam zum Vorschein-keine Brüste-jetzt konnte ich es erst glauben. Immer wieder kamen Leute auf die Bühne und gaben den Künstlern Geld, wenn sie sie gut fanden. Ein paar betrunkene notgeile Frauen kamen ab und zu auf die Bühne und tanzten die Sänger an. War schon sehr lustig. Später gingen Isaac und ich tanzen, weil ich sonst in meinem Stuhl eingeschlafen wäre. Für Abel (der übrigens nur mit konnte, weil ich zahlte) war es sehr interessant, die Künstler live zu erleben, die er den ganzen Tag im Fernsehen sieht. Er wollte auch nicht gehen. Die letzte Künstlerin war übrigens sehr gut-schöne Stimme-abwechslungsreiche Hintergrundmusik etc. Dann konnten wir endlich gehen ;))

Hier paar Uganda Songs, welche von den besseren 😛

Primary

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Secondary

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War heute in Kampala im Uganda Museum. Es hat heute geregnet, deswegen konnte ich nichts spannenderes machen. War ganz interessant, aber kein besonders großes, gepflegtes Museum wie ich es mir vorgestellt habe. War der zweite Gast heute.. Ich habe mir 45 Minuten lang alles angeschaut, konnte mich aber nicht dazu bewegen die ganze Geschichte in englisch durchzulesen. Habe angefangen, aber gemerkt wie ich weggeträume. Weis jetzt auch nicht mehr als davor, wie dass Uganda von den Briten kolonisiert wurde Ich fand die alten Speere etc. interessant und Konstruktionen von den alten Zeiten, wie die Menschen hier gelebt haben. Auf dem Rückweg hats wieder rrruummms gemacht. Unser Taxifahrer ist soft gegen die rechte Tür eines anderen Autos gebummst. Gab dann riesen Diskussion-dauerte mir zu lange, ich stieg in ein anderes Taxi und hatte eine sehr angenehme Fahrt auf einem der Vordersitze und ohne großen Stau. Vielen Dank für den rumsdibums erster Taxifahrer!

P.S: weil es heute so beschissen geregnet hat, können wir morgen bestimmt gut anfangen auszuheben- also die anderen- ich bin ja als teacher bussy :))

Tschüss, bis Mittwoch,

eure Charlotte

Fünfte Woche, 11.02/ zweiter Bericht

Am Hope Center arbeitete diese Woche niemand außer Abel und Scovia und ich kann euch leider von keinem großen Fortschritt berichten. Das Problemchen hatte ich euch ja schonmal geschrieben. Die meisten Arbeiter arbeiten freiwillig. Wenn sie eine bezahlte Arbeit finden, geht die vor. Das haben sie wohl für diese Woche. Sie haben Isaac aber versprochen, nächste Woche wieder da zu sein. Material ist da, also kann es dann wieder los gehen. Ich bin immer entäuscht, wenn ich dort in meinen Pausen hingehe und niemand arbeitet. Ich möchte das Hope Center gerne fertig sehen, bevor ich gehe und euch von Fortschritten erzählen. Aber so sparen wir Geld..;))

Montag war ich von 8:00-13:00 Uhr in der Primary School und habe P3 in Englisch und Mathematik unterrichtet. Mit nur einer Klasse ging es schon viel besser. Ich habe mich mit Isaac unterhalten und gefragt, ob auch Uganda unterrichtet wird, oder Englischunterricht in Uganda, damit die Schüler überhaupt eine Chance haben, etwas zu verstehen. Beides wird nicht vom Staat unterstützt. In der Schule darf nur Englisch gesprochen werden. An manchen Schulen wird das ziemlich streng durchgezogen, bei unsere Schule ist es etwas lockerer.. Das heißt für mich, dass ich mich nicht unwohl fühlen muss, so dreist meinen Unterricht in Englisch zu geben. Ich frag mich nur, wie man eine Sprache lernen soll, wenn einem nie wirklich übersetzt wird und man seine eigene Sprache nicht schreiben kann! Ich hätte so nie lernen können. Stellt euch mal vor, wir hätten kein Deutschunterricht gehabt…gehört bei uns zu den wichtigsten Fächern. Wir lernen im Deutschunterricht nicht nur das Lesen und Schreiben..Analysieren, Interpretieren, Kafka, Woyzeck und all den (wichtigen) Kram! Allgemeinwissen, hallo?? Nicht das mir Frau Jacob oder Dr. Harald Schmidt gefehlt hätten … Oder eben Englischunterricht ab der ersten Klasse in Englisch.. hopplaa da wäre ich aber als kleines Mädchen weg geträumt..

Zum Mittagessen bin ich zum Hope Center. Scovia hat wieder lecker für Abel und mich gekocht. Meistens bringt sie Essen, weil es an der Schule jeden Tag nur Bohnen mit Posho gibt und sie mir das nicht zumutn will.. liebste Scovia ;)) Abel und ich machten uns danach auf den Rückweg. Auf halber Strecke fing es an zu gewittern. Wir mussten uns 45 Min. unterstellen.

Endlich Zuhause, musste ich mich für den Deutschunterricht an der New Home Secondary vorbereiten. Ich möchte da ungern wieder planlos unterrichten- sondern mit deutscher Strucktur!! ;D Danach ging ich Joggen. Habe mich bisher geweigert, weil es mir unangenehm ist hier joggen zu gehen- vor allem in meinem Papagai Outfit.. Die Leute schauten auch nicht schlecht. Ich ignorierte sie und tat so als würde ich sie nicht sehen, nicht hören (hörte Musik) und zog mein Ding durch. Nach 10 Minuten konnte ich eigentlich schon nicht mehr, war aber zu stolz eine Pause zu machen, weil ich ständig unter Beobachtung war. Wollte keine schwache, keuchende Weiße sein, bzw. es nicht zugeben. Hat sich auch echt gelohnt. Ich rannte auf den Berg, zu den Stone Quarries und es war richtig toll! Hatte ein kurzes Gefühl von Freiheit, dort oben allein auf dem Berg- die Aussicht, der Sonnenuntergang, der Wind usw. Konnte nicht lange bleiben weil es dunkel wurde und ich mich nicht genau an den Pfad zurück erinnerte, den wir letztes Mal genommen hatten. Ich durchquerte einen Hof mit bestimmt 10 Kindern, welche kreischend und lachend in ihre Häuser flohen. Dachten wohl sie sehen ein buntes Gespenst 😀

Dienstag Nacht hörte ich um 2:00 morgens Gebrüll und Jemand schien an unserem Tor laut herumzumachen. Ich hatte ein bisschen Schiss, hatte das Gefühl, 10 Männer stehen vor unserem Tor. Ich blieb schön brav liegen und wartete ab. Dann hörte ich jemand besonders laut reden oder brüllen. Es war Isaac, was ich dann nach einer Weile raffte. Ich nahm an, er bringt die lauten Männer am Tor zum schweigen und motzt sie an! Irgendwann hörte ich dann auch Abel reden. Ich ging immer noch nicht raus, um zusehen was los ist. Dann hörte ich jemand an meiner Tür. Jetzt hatte ich Schiss ;D..

Am nächsten Morgen, sah ich, dass Isaac mir geschrieben hatte. Ich soll nicht aus dem Tor gehen, weil eingebrochen wurde.. Ich ging aus meinem Haus zu Isaac. Er saß davor, schien noch aufgeregt zu sein und erzählte mir alles. Jemand hat unsere Küchentür aufgebrochen. Gerade als der Einbrecher zur Tür rein ist, kam Isaac aus seinem Zimmer zur Küche. Der Einbrecher hielt ihm eine Taschenlampe ins Gesicht, Isaac schrie laut um Alarm zu schlagen. Der Einbrecher, oder eher die Einbrecher flohen aus dem Tor (das war wohl das Gerumpel am Tor, was ich gehört hatte). Danach kam Isaac raus und redete mit den Nachbarn… Das waren dann wohl die 10 Männer vor dem Tor, die ich vermutete. Später hörte ich auch Abel. Isaac macht Abel die ganze Zeit nach und wir lachten uns kaputt, weil Abel wohl total dämlich angeschlichen kam, kurz nachdem die Einbrecher abgehauen sind (die Luft also wieder rein war) und fragte :“Master, are they gone?“ und sich wieder versteckt hat.. Der Mann, der an meiner Tür rumgemacht hat, war Isaac, der checken wollte, ob bei mir alles gut ist..:P

Dienstag war dann nichts mit zur Schule gehen, weil wir auf die Polizei mit einem Spürhund warten mussten. Der Hund sollte am Tor nach einer Spur suchen, deswegen sollten wir nicht durch das Tor laufen. Es war ein deutscher Schäferhund (Isaac:“Ich habe dir gesagt, aus Deutschland kommt nur das Beste“). Leider verlor der Hund die Spur und wir haben nichts. Isaac hat direkt zweite Schlösser besorgt und er möchte sich einen Hund kaufen. Auf den freue ich mich schon.

Dienstag Abend bin ich mit Scovia zu einer Freundin in deren Bar in einem Dorf gefahren, welche sie gerade eröffnet hatte. Scovia meinte, dass die Gäste gesagt haben:“hö? eine Weiße kommt hierher?“ Ich zischte ein Eagle Bier, worauf ich später angesprochen wurde, weil sie das cool fanden, weil es das einheimische Bier hier ist. Alf hat mir das Bier empfohlen, er trinkt das nuur!

Habe übrigens mal gezählt, wieviele Leute so in ein Taxi gequetscht werden. Es ist ein Zwölfsitzer in dem um die 22 Menschen gestopft werden. Da muss ich aber dazu sagen, dass in der ersten Reihe auf den drei Sitzen, nur jeweils eine Person sitzt, darunter der Fahrer. Also werden quasi 19 Personen auf 9 Sitze gequetscht Darunter dicke Afrikafrauen, Babys auf den Schößen und zwischendrin ich ;)) Ich krieg am wenigsten Platz, weil ich keinen Po hab.. die Frauen hier, haben mächtige Hintern, da hab ich keine Chance!! ;D

Alles Liebe,

eure Charlotte